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Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V.

Modellprojekt


Modellprojekt zur Unterstützung und Koordinierung von neuen Wohnformen für Menschen mit Pflegebedarf, insbesondere Menschen mit Demenz

Seit September 2011 ist die Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. Trägerin des Modellprojektes zur Unterstützung und Koordinierung von neuen Wohnformen für Menschen mit Pflegebedarf, insbesondere Menschen mit Demenz.

Das Modellprojekt wird durch das Sozialministerium des Landes Brandenburg und die Pflegekassen des Landes (§ 45c SGB XI) gefördert.

Die Alzheimer-Gesellschaft befasst sich seit Jahren mit der Weiterentwicklung von neuen Wohnformen (Wohngemeinschaften), war Trägerin eines Bundesmodellprojektes zur Qualitätssicherung in ambulant betreuten Wohngemeinschaften und hat unterschiedliche Publikationen, unter anderem den bundesweit beachteten Leitfaden "Leben wie ich bin" herausgebracht. Viele Projekte im Land wurden von ihr beraten und begleitet.

Das Sozialministerium wünscht sich für die nächsten Jahre im Land Brandenburg eine "buntere Wohnlandschaft", in der pflegebedürftige Menschen ein weitestgehend selbstbestimmtes und selbstorganisiertes Leben führen können. Der zunehmend hohe Bedarf sowie die sich ändernden Ansprüche der Menschen mit Pflegebedarf und der Angehörigen erfordern dabei ein Umdenken. Sie sollen wählen können zwischen Vollversorgung und anderen (Wohn)Strukturen, die mehr Eigeninitiative bedeuten. Das gilt auch für die ländlichen Bereiche.

Das Modellprojekt ist entstanden, weil es aktuell noch eine Vielzahl offener Fragen sowie Probleme unterschiedlichster Art in bestehenden Wohngemeinschaften gibt. Das sind z.B. Schwierigkeiten in der Verteilung der Verantwortung der Akteure, bei der Umsetzung der Alltagsbegleitung, bei der Suche nach geeignetem Personal, insbesondere Fachkräften, bei der Vertragsgestaltung, im Umgang mit den Aufsichtsbehörden oder bei der Finanzierung. Zu befürchten ist, dass diese Wohnmodelle dadurch stagnieren, in manchen Regionen sogar scheitern oder gar nicht erst entstehen. Das Modellprojekt will diese Schwierigkeiten analysieren und sowohl im Einzelfall, als auch auf der politischen Ebene nach Lösungen suchen.

Mit diesem Modellprojekt will die Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. bestehende Initiativen und Bestrebungen unterstützend begleiten und neue Impulse geben.

Wohnen sowie der Erhalt und der Schutz von Lebensqualität eines jeden Einzelnen, unabhängig von seinem Unterstützungsbedarf sind Ausgangspunkt aller Überlegungen. Deshalb steht im Zentrum des Modellvorhabens die Unterstützung von Autonomie und Selbstbestimmung eines Menschen. Dazu soll es Impulsberatungen, und Informationsveranstaltungen zur Förderung von Handlungskompetenzen für Angehörige, Moderatoren (3.Instanzen), Wohnungswirtschaft und für Leistungsanbieter geben.

Darüber hinaus muss es gelingen, gesellschaftliche Akzeptanz für neue Wohnformen auf unterschiedlichen Ebenen innerhalb der Landkreise und/oder kreisfreien Städten zu schaffen. Hier geht es um die Beratung und strukturelle Vernetzung von Partnern vor Ort. Angedacht sind dazu u.a. regionale Workshops, die Erarbeitung von Fortbildungskonzepten für Angehörige, Multiplikatoren, ggf. Leistungsanbieter und Mitarbeitende von Sozialverwaltungen und Pflegestützpunkten.

Weitere Informationen sind zu bekommen bei:

Werner Futterlieb futterlieb@alzheimer-brandenburg.de
Telefon: 0331 7043749

Astrid Grunewald-Feskorn grunewald@alzheimer-brandenburg.de
Telefon: 0331 7043749

Angelika Winkler winkler@alzheimer-brandenburg.de

 

 

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